Cocktail aus Roman und Fachliteratur – Der Termin

Fachliteratur zu lesen und zu verstehen ist anspruchsvoll. Vor allem, wenn man Abends liest. Tom de Marco hat hier eine neue Brücke gebaut. Er kombiniert Fachliteratur mit einem Roman. Dadurch wird Unterhaltung und Bildung in einem Buch verknüpft, was das Lesen attraktiver gestaltet.

In seinem Werk “Der Termin” dreht sich alles um Projektmanagement. Dabei liegt der Fokus nicht auf Administrivialitäten (Kunstwort aus Administration und Trivialität) wie klassisches Termin-, Ressourcen- und Kostenmanagement, sondern auf Führung, Planung und Steuerung.

Die Geschichte ist kein literarisches Meisterwerk. Das Buch ist aber dennoch lesenswert, da es wertvolle Inputs enthält und die Inhalte einfach verständlich und interessanter als jedes Lehrbuch vermittelt.

Wer sich einen Überblick der Schlüsselerkenntnisse verschaffen möchte, der kann im Factsheet von Thomas Birnthaler spicken. Das Buch bietet allerdings mehr als nur diese Erkenntnisse. Sie werden durch die Geschichte verdeutlicht und erklärt.

Was man aus Projekten so lernt: Aufwandschätzung

Letztens habe ich für einen Verein eine Webseite mit WordPress erstellt. Zu Beginn klärten alle Beteiligten gemeinsam ihre Anforderungen und prüften diese auf die Machbarkeit. Daraus entstand eine gemeinsame Vorstellung des Webauftrittes, der mittels WordPress realisiert werden sollte. Ziel war es, das Design und einige wenige Funktionalitäten zu überarbeiten. Obwohl mir die Theorie des Projektmanagements bestens bekannt ist, unterlief mir ein klassischer Fehler – unrealistische Aufwandschätzung.

Gleich zu Beginn der Überarbeitung bemerkte ich, dass sich die WordPressversion – aus mir bis heute unbekannten Gründen – nicht mehr updaten liess. Auch Google half mir da nicht weiter. Also habe ich WordPress komplett neu installiert und das war schonmal nicht geplant. Ich habe zwar vor der Neuinstallation einen Backup der alten Daten gemacht, wollte aber nicht wieder sämtliche veralteten Daten ins neue WordPress importieren und habe daher nur die relevanten Daten wieder hereingenommen.

Das ursprünglich gewählte Design wies im Nachhinein zahlreiche Bugs auf, die es für diesen Case unbrauchbar machten. Ich musste also ein weiteres Design kaufen, was auch die ursprünglich geplanten Kosten erhöhte. Leider habe ich mich vom schönen Aussehen des Demos blenden lassen. Über das Auswählen des richtigen Designs werde ich deshalb noch einen Blogpost verfassen. Im Nachhinein ist man immer schlauer.

Nichtsdestotrotz steht nun die Seite und nach ein paar Feinschliffen ist sie auch für die Verantwortlichen einfach zu pflegen, was mir besonders wichtig war. Die ursprünglichen Ziele zum moderneren Design und den Funktionsanpassungen konnten erreicht werden.

Die Learnings daraus: Die Umgebung genauer analysieren, um solche Vorkommnisse besser vorherzusehen. Ganz abgesichert ist man hier allerdings nie, Schätzungsfehler können immer passieren. Des Weiteren sollte man bei der Theme-Auswahl sorgfältiger sein. Dazu komme ich im nächsten Post.