Was ist Barrierefreiheit im Web?

Barrierefreiheit, auch Accessibility genannt, bedeutet wörtlich “Zugänglichkeit”. Der User soll durch die Benutzung einer Webseite nicht benachteiligt sein und die Seite einfach und zielführend bedienen können. Der Ansatz ist sogar gesetzlich in der Bundesverfassung vorgegeben. Konkretisiert wird die Vorgabe durch das Behindertengleichstellungsgesetz und in der Behindertenverordung. Kurz gesagt bedeuten die Gesetze, dass Seiten des Bundes für Behinderte ohne erschwerende Bedingungen zugänglich gemacht werden müssen. Für Private besteht hierzu keine Verpflichtung, allerdings dürfen keine Bevölkerungsgruppen diskriminiert werden. Wo hier die Grenze ist, weiss vermutlich niemand so genau. Soweit die Theorie.

Wenn man von Barrierefreiheit spricht, ist oft die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen gemeint. Das Paradebeispiel dafür sind blinde oder sehbehinderte Personen. Es wäre allerdings falsch, Barrierefreiheit nur auf Personen mit Behinderungen zu reduzieren.

Acessibility hat einige Vorteile:

  • Sämtliche Personen können deine Webseite bedienen (vergrösserter User-Kreis)
  • Vorteile bei der Suchmaschinen-Indexierung
  • Übersichtlichkeit

Wer sich intensiv mit Search Engine Optimization (kurz SEO) beschäftigt, kommt um das Thema nicht herum. Wer folgende Punkte berücksichtigt, kann seine Barrierefreiheit und damit auch SEO bereits etwas verbessern.

  • Verwendung von HTML-Elementen, um Texte richtig auszuzeichnen (z.B. Überschriften)
  • Alt-Texte bei Bildern verwenden
  • Links mit einer Beschreibung versehen (“hier” und “mehr” unbedingt vermeiden)
  • Linearisierbarkeit (Dokument sollte vollkommen losgelöst von CSS verwendbar sein)
  • Einfache und logische Navigation
  • Grösse und Farbe von Buttons und Schaltflächen
  • Tastaturbedienung z.B. durch Tab-Taste (HTML-Attribut tabindex)
  • Inhalte mit einfach verständlicher Sprache und kurzem Satzbau
  • Flash vermeiden
  • Kontraste auf der Webseite

Das sind einige Vorschläge, wie die Barrierefreiheit für eine Webseite berücksichtigt werden kann. Die Aufzählung ist nicht abschliessend aber ich möchte nicht mit einer grossen Liste erschrecken. Einen ersten Schritt zu Accessibility erreicht man durch die Auseinandersetzung mit dem Thema. Wer auf Linearisierbarkeit, ALT-Texte und eine sinnvolle Link-Beschreibung achtet, hat bereits viel zur Barrierefreiheit beigetragen.

Einige Infos habe ich übrigens aus dem Buch “Grundkurs gutes Webdesign” von Björn Rohles.

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